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Zeitungen arbeiten seit eh und je in offenen Räumen, um den Austausch zu erleichtern: Redaktionsraum der New York Times um das Jahr 1920.

Der lange Marsch durch die Institutionen oder Wie ein Text in die Zeitung kommt

Wir wollen uns da keine Illusionen machen. Aber das ist natürlich ein alter Hut. Nein: Es geht nicht darum, dass der Journalismus eingeht, weil das Internet... Es geht darum, dass jeder journalistische Text durch viele Hände geht. Einerseits schärft das einen Text. Andererseits schränkt dies die Meinungsfreiheit ein. Qualitätssicherung Wer schreibt, hängt manchmal in den eigenen Gedanken fest. Wer schreibt, vergisst manchmal einen wichtigen Aspekt eines Sachverhalts. Wer schreibt, macht manchmal auch einfach argumentative Fehler. Verwunderlich ist das…

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Gesichtlose Autoren, um dem Starkult zu entgehen.

Kollektivliteratur: Wu Ming

Bologna, das fette Bologna (der nahrfhaften bologneser Küche wegen), ist bekannt für Tomatensauce mit Hackfleisch. Bologna, aber dazu gibt es nichts zu sagen, ist bekannt für eine unselige Bildungsreform. Und Bologna, das rote Bologna (seiner Ziegldächer und seiner politischen Vergangenheit wegen, könnte – wenn es das Wort Kollektivliteratur schon gäbe und der Begriff allgemeine Anerkennung fände – auch dafür bekannt sein: Wu Ming. Wu Ming – ein chinesisches Wortspiel, das je nach Betonung der Silben, da Namen Autorschaft…

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Reflexionen über Gruppenkonstellationen. Monika Rinck: «Ah, das Love-Ding!».

Kollektivliteratur: «Ah, das Love-Ding!» von Monika Rinck

Das Kollektiv bahnt sich schon seit einiger Zeit seinen Weg in die Literatur, auch wenn es zunächst zaghaft auftritt und sich eher theoretisch als praktisch äussert. Zum Beispiel bei Monika Rinck, die gerade den Berliner Literaturpreis 2021 gewonnen hat. Zwar mögen mittlerweile spärlich praktische Erfahrungen aus dem Kollektivprojekt «Helm aus Phlox» (Merve, 2011) vorhanden sein, aber der Essay «Ah, das Love-Ding!» (kookbooks, 2006), den Monika Rinck allein verfasst hat, gehört noch in die Zeit vor «Helm aus Phlox». Also…

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Die Entstehung des Urheberrechts etwas genauer unter die Lupe genommen.

Das Urheberrecht im historischen Kontext

Seit sich die Arbeit des Autors  und die des Verlegers auf einander beziehen, ist das Buch ebensowohl Individuum wie Kollektiv geworden. (Heinrich Bosse)   Wie die technische Innovation des Internets heute das Urheberrecht in Frage stellt, weil der Datenverkehr im Internet schwer zu kontrollieren ist, machte die technische Innovation der Druckerpresse eine Regulierung des anarchisch wuchernden Buchmarkts erforderlich: Das Urheberrecht entstand. Mittelalter: Bücher als Rarität Die handwerklich aufwändige Buchproduktion übertraf – pointiert formuliert – den geistigen Aufwand der…

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Screenshot krakeverlag 23.01.2021.

Der Krake (Nachtrag)

Die Wege des Herrn sind wunderbar. Und die Weiten des Internets unerschöpflich. Wir massen uns also nicht an, jedes Thema erschöpfend zu behandeln. Im Internet taucht immer wieder etwas auf. Wie zum Beispiel die Webseiten krakeverlag.com und krakeverlag.de. Sie scheinen erst seit Neuestem bei Google zu ranken. Wir fanden sie jedenfalls nicht, als wir zur Zeit der Namensgebung nach Verlagen oder Webseiten mit ähnlichem Namen suchten, um uns abzusichern. Demütig wollen wir also diese beiden Webseiten, die im…

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Unser neues Lieblingstier: ein Krake.

Der Krake

Ich freunde mich an mit einer Spinne und schaue ihr bei der Arbeit zu. (Element of Crime)   Können wir uns mit einem Kraken anfreunden? Können wir uns mit einem vielarmig wabernden, rückgratlos-flexiblen, mit einem glubschäugig steinern-verwittert erscheinenden, können wir uns wirklich mit einem vielleicht sogar gefährlichen – wie die Mythen von riesigen schiffeverschlingenden Meeresungeheuern erzählen – Tier anfreunden? So unvorstellbar das manchen Menschen, die sich vor Kraken wahlweise ekeln oder fürchten, vielleicht erscheinen mag, so unvorstellbar ist…

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