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Inserateseite aus einer Zeitung in den 60ern.

Typografie: Grundkenntnisse

‹Eines der sprechendsten Ausdrucksmittel jeder Stilepoche ist die Schrift. Sie gibt, nächst der Architektur, wohl das am meisten charakteristische Bild einer Zeit und das strengste Zeugnis für die geistige Entwicklungsstufe eines Volkes.› Peter Behrens, ein einst berühmter Architekt, hat damit Recht, wenns auch schreckliches Deutsch ist (sprechendst, am meisten charakteristisch!). Und nun betrachte der Leser einmal den obigen Ausschnitt aus einer heutigen Zeitung. Ein Zeugnis für die geistige Entwicklungsstufe eine Volkes, ein Spiegel der Kultur? Man möchte sich…

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Setzer bei der Maschinensatzverarbeitung.

Bücher machen: ein kollektives Unterfangen?

Die Vorstellung, dass dem Autor eine besondere Funktion im Produktionsprozess zukommt – nämlich die einzige, die Aufmerksamkeit verdient – ist jüngeren Datums. Es handelt sich um ein Nebenprodukt der literaturromantischen Anschauung, dass bedeutende Schriftsteller einen Bruch mit der Tradition insgesamt vollziehen, um etwas absolut Neues und Einzigartiges, d.h. «Originales», zu schaffen. (Martha Woodmansee)   Ein Buch? – Das ist: Schreiben, setzen, drucken, binden, vertreiben… Meist denken wir heute wohl nicht mehr so. Ein Buch machen: Das ist vor…

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Die Entstehung des Urheberrechts etwas genauer unter die Lupe genommen.

Das Urheberrecht im historischen Kontext

Seit sich die Arbeit des Autors  und die des Verlegers auf einander beziehen, ist das Buch ebensowohl Individuum wie Kollektiv geworden. (Heinrich Bosse)   Wie die technische Innovation des Internets heute das Urheberrecht in Frage stellt, weil der Datenverkehr im Internet schwer zu kontrollieren ist, machte die technische Innovation der Druckerpresse eine Regulierung des anarchisch wuchernden Buchmarkts erforderlich: Das Urheberrecht entstand. Mittelalter: Bücher als Rarität Die handwerklich aufwändige Buchproduktion übertraf – pointiert formuliert – den geistigen Aufwand der…

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Carl Spitzweg: Der arme Poet.

Schreiben: im Kollektiv statt allein?

Viele Menschen schreiben. Der Kraken Verlag will die Schwarmintelligenz des digitalen Zeitalters auf das Büchermachen anwenden. Die Kollaboration vieler Menschen in einem Kollektiv schafft bessere Bücher. Wer ist dabei, diese Hypothese zu testen? Tentakelt! Schreiben – ob wissenschaftlich, journalistisch oder literarisch – ist nicht einfach schreiben. Dennoch ist allen gemeinsam: Schreiben geschieht individuell, nicht kollektiv. Namen, und das Autorenkollektiv Wu Ming spielt damit, oberhalb oder unterhalb des Texts kennzeichnen üblicherweise Autorschaft. Die Zahl dieser Namen gibt Auskunft über…

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