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Webseite der Künstlersozialkasse.

Künstlersozialkasse

Wer als Künstler:in freischaffend tätig ist, unterliegt wie alle anderen Arbeitnehmer:innen der Sozialversicherungspflicht. Dazu gehören die Renten- sowie die Krankenversicherung. Die Künstlersozialkasse (KSK) sorgt dafür, dass Künstler:innen den Arbeitnehmer:innen in einem herkömmlichen Anstellungsverhältnis gleichgestellt sind, indem sie anstelle der Arbeitgeber:innen hälftig die Beiträge für Renten- und Krankenversicherung entrichtet.

Wie funktioniert die KSK?

Ähnlich wie die Verwertungsgesellschaften zieht die Künstlersozialkasse bei abgabepflichtigen Institutionen Beiträge ein. Dazu gehören im Bereich der Publizistik etwa Veranstaltungsorte für Lesungen wie beispielsweise Literaturhäuser. Zudem erhält die KSK einen Zuschuss des Bunds. Zusammen mit den Beträgen aus beitragspflichtigen Entgelten der angemeldeten Personen selbst entrichtet die KSK den Arbeitgeber:innenanteil der Versicherungsbeiträge von freischaffenden Künstler:innen.

Unter welchen Bedingungen nimmt mich die KSK auf?

Damit eine Person von der KSK aufgenommen wird, muss sie bestimmte Bedingungen erfüllen. Insbesondere muss sie nachweisen, dass sie mit ihrer freischaffenden Tätigkeit hauptberuflich langfristig ein Einkommen erzielen möchte. Schreibende Menschen fallen dabei unter die Rubrik Publizistik.

Dieser Nachweis lässt sich einerseits mit der Meldung als selbständige Person beim Finanzamt erbringen. Andererseits sind dafür Verträge (beispielsweise mit Verlagen), Honorare (beispielsweise durch journalistische Tätigkeit) und Werbematerial (beispielsweise eine eigene Webseite) relevant.

Fragebogen zur Prüfung der Versicherungspflicht
Abb. 1: Die erste Seite des Fragebogens zur Prüfung der Versicherungspflicht.

In den ersten drei Jahren der freischaffenden Tätigkeit entfällt das Erreichen der Geringfügigkeitsgrenze von 3’900 Euro jährlich. Ansonsten darf diese Grenze innerhalb von sechs Jahren höchstens zweimal unterschritten werden. Zudem darf eine gemeldete Person auch nicht als Arbeitgeber:in auftreten, indem sie mehr als eine angestellte Person beschäftigt.

Wie kann ich mich anmelden?

Zunächst ist zur Erfassung der Personendaten eine Anmeldung online erforderlich. Mit einer Email verschickt die KSK nach Bearbeitung der Anmeldung ein provisorisches Aktenzeichen. Je nach Entscheidung bei der Anmeldung muss der Fragebogen für die Abklärung der Versicherungspflicht auf der Webseite der KSK heruntergeladen werden oder er trifft per Post ein.

Diesem Fragebogen, der unterschrieben per Post retourniert werden muss, ist der Nachweis der künstlerischen Tätigkeit beizulegen. Neben einem Lebenslauf, einer Publikationsliste und Abschlusszeugnissen gehört in diese Dokumentation auch eine Linkliste online zugänglicher Arbeiten und überdies die bereits erwähnten Verträge und Honorare.
 

Quellenangaben

Titelbild: Webseite der Künstlersozialkasse (Fabian Schwitter, Screenshot).
Abbildung 1: Fragebogen zur Prüfung der Versicherungspflicht (Fabian Schwitter, Screenshot).

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