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Falsche Korrekturzeichen schaffen Verwirrung und erfordern zusätzliche Erklärungen, die nur im direkten Kontakt der Beteiligten gegeben werden können – häufig ist dieser direkte Kontakt aber nicht gewährleistet.

Korrekturzeichen

Die Wichtigkeit des Korrigierens haben wir bereits in einem früheren Beitrag betont. Insbesondere sind wir auf ein systematisches Vorgehen beim Korrigieren eingegangen. Zu diesem systematischen Vorgehen gehört bei handschriftlichen Korrekturen ein wichtiges Detail: Korrekturzeichen.

Entstehung

Da meist nicht eine einzelne Person korrigiert und die beanstandeten Korrekturen auch nicht von derselben Person eingearbeitet wird, die auch korrigiert hat, erleichtern einheitliche Korrekturzeichen die Arbeit. Ansonsten entstehen schnell Missverständnisse. Diese führen zu einer Verlangsamung des Publikationsprozesses. Im schlechtesten Fall erzeugen falsch eingearbeitete Korrekturen sogar mehr Fehler als sie beheben.

Klassische Korrekturzeichen
Abb. 1: Klassische Korrekturzeichen.

Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Personen, die am Korrekturprozess beteiligt sind, zu erleichtern, legte die Deutsche Industrienorm 1929 erstmals einheitliche Korrekturzeichen fest. Die heute noch gültigen Korrekturzeichen (DIN 16511) stammen von 1966. Von Land zu Land variieren die Zeichen jedoch und weichen entsprechend mehr oder weniger stark vom internationalen Standard (ISO 5776) ab.

Grundprinzip

Jede Art von Korrektur ist mit einem spezifischen Zeichen versehen. Dieses Zeichen markiert die exakte Stelle, wo im Text eine Korrektur vorzunehmen ist. Die tatsächliche Korrektur steht mit demselben Zeichen versehen auf derselben Zeile am Seitenrand.

Einerseits bleibt der Text dadurch übersichtlich und jede Korrektur ist leicht leserlich. Andererseits dient die Auflistung am Seitenrand auch der präzisen Nachverfolgung aller Korrekturen. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Korrekturen bei der Einarbeitung übersehen werden.

Die wichtigsten Zeichen

Eine Auflistung der wichtigsten Zeichen mit entsprechenden Beispielen bietet das Typolexikon. Die handschriftlichen Korrekturen, die leicht nachvollziehbar mit einer Kontrastfarbe in den Text geschrieben werden, lassen sich nicht so leicht in die digitale Welt übertragen. Allenfalls besteht die Möglichkeit, die Korrekturzeichen mit Zeichenwerkzeugen in digitalen Textverarbeitungsprogrammen nachzubilden.
 

Quellenangaben

Titelbild:
Falsche Korrekturzeichen schaffen Verwirrung und erfordern zusätzliche Erklärungen, die nur im direkten Kontakt der Beteiligten gegeben werden können – häufig ist dieser direkte Kontakt aber nicht gewährleistet (Lorenzo Cafaro, https://pixabay.com/photos/correcting-proof-paper-correction-1870721/).
Abbildung 1: Klassische Korrekturzeichen (https://www.anne-fries.de/wp-content/uploads/2017/08/korrekturzeichen-handschriftliche-korrektur.pdf).

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